Vorspeise
Bröselgetzen bestreut mit Butterflocken und Zucker
Zutatenliste
250 bis 500g Salzkartoffeln (möglichst vom Vortag)
Butter
Zucker
Getzen gibt es nur im Erzgebirge. Bereits 1804 wird der Getzen (auch Gätzen, fälschlicherweise oft Götzen) als Lieblingsspeise der Erzgebirger erwähnt. Dem Getzen (oberpfälzisch Gätz = Brei) liegt das Wort ätzen(= essen machen) zugrunde wie dem Fratz (einem weiteren erzgebirgischen Kartoffelgebäck) fräzen. So jedenfalls ist es dem Wörterbuch der Sächsischen Mundart von 1908 zu entnehmen. Brösel bedeutet nach derselben Quelle Krümchen. In diesem Sinne wird es noch immer in Semmelbrösel gebraucht. Die Kartoffeln werden dem nach in die Pfanne „gekrümelt"!
Die gekochten Kartoffeln fein reiben, in eine gebutterte Pfanne leicht hineindrücken (wenn die Masse nicht so stark ist, wird's knuspriger!), auf kleiner Flamme den Getzen beidseitig goldgelb backen (beim Wenden das Ausbuttern nicht vergessen!), mit feinem Zucker bestreuen und Butterflöckchen darauf verteilen.
Mit Minze- oder Zitronenmelisseblättchen garnieren.
Guten Appetit
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